Die Haut ist das Organ, das uns nach außen hin schützen und der permanenten Belastung gegenüber Schadstoffen standhalten muss.

Somit haben unsere Hände den intensivsten Kontakt mit (schädigenden) Materialien und sind somit der Körperteil mit der größten Hautbelastung.  Berufsbedingte Hautprobleme sind häufiger als jede andere Berufskrankheit und zwingen die Betroffenen oft zur Aufgabe der Beschäftigung. Neben einer individuell erhöhten Empfindlichkeit sind hierfür zumeist Arbeiten in feuchtem Milieu sowie Allergien gegenüber Arbeitsstoffen verantwortlich. Oftmals äußern sich die Probleme in Form von Handekzemen, die fast immer wirkungsvoll behandelt werden können.

Bei der  Diagnostik und Therapie berufsbedingter Hauterkrankungen  werden ursächlich Zusammenhänge diagnostiziert und differenziert behandelt. Ziel ist die dauerhafte Wiedereingliederung in den Beruf, was meist durch Anwendung moderner präventiver Hautschutzverfahren und rehabilitativer Maßnahmen gelingt. Vorrangig ist das Ausschalten, bzw. das Meiden des ursächlichen Auslösers. In vielen Fällen ist eine Arbeitskarenz bis zur Abheilung der Hautveränderungen notwendig.

Durch eine frühzeitige Diagnostik und entsprechende Schutzmaßnahmen  lässt sich eine berufsbedingte Hautkrankheit oftmals verhindern. Eine eingehende berufsdermatologische Beratung sollte insbesondere die allergische Reaktionsbereitschaft des Berufsanwärters klären.

Eine qualifizierte Berufsberatung kann Auskunft geben über das Ausmaß der Hautbelastung und die Möglichkeiten der Betriebshygiene, des Arbeitsschutzes, insbesondere die Anwendung prophylaktischer Schutzmaßnahmen wie Arbeitskleidung und Hautreinigung, Hautschutz und Hautpflege mit geeigneten Präparaten.
 

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